
Steuerberatungen, Rechtsanwalts- und Wirtschaftsprüfungskanzleien haben eines gemeinsam: Die Arbeit folgt Fristen, und die Fristen lassen sich nicht verschieben. In der Hochsaison wird länger gearbeitet, danach geht es etwas ruhiger weiter. So ist es zumindest gedacht.
Gute Fachkräfte sind für viele Kanzleien schwer zu finden. Wer eine erfahrene Bilanzbuchhalterin oder einen Steuerfachangestellten verliert, sucht oft monatelang nach Ersatz. Deshalb sollten Sie wissen, wie es Ihrem Team geht.
Typische Situationen
- In der Saisonspitze ballen sich Jahresabschlüsse und Steuerfristen. Überstunden sind normal, und niemand will sich beschweren.
- Weiterbildung läuft neben dem Job. Wer sich auf eine Prüfung vorbereitet, lernt abends und am Wochenende. Ob die Kanzlei das unterstützt, entscheidet oft darüber, ob jemand bleibt.
- Die Hierarchie ist deutlich, zwischen Partnerinnen und Mitarbeitenden liegen manchmal Welten. Offene Kritik ist in solchen Strukturen selten.
- Die Digitalisierung bringt neue Software und neue Abläufe, und Mandanten wollen alles digital. Das Team muss nebenbei weiterarbeiten.
Worauf es ankommt
Werte aus der Hochsaison sehen anders aus als im Sommer. Achten Sie deshalb neben dem Vergleich von Runde zu Runde darauf, wie schnell sich das Team nach einer Spitze erholt.
Viele Kanzleien haben zehn bis dreißig Beschäftigte, einzelne Abteilungen sind dann oft zu klein für eigene Auswertungen. Ergebnisse sollten erst ab 5 Antworten erscheinen, kleinere Gruppen zählen zur ganzen Kanzlei. Bei weniger als 5 Personen insgesamt ist keine anonyme Auswertung möglich.
In hierarchischen Strukturen sagen Menschen eher, was die Partner hören wollen. Ehrliche Antworten bekommen Sie dort nur, wenn die Befragung verlässlich anonym ist.
Ihr Team arbeitet täglich vertraulich mit sensiblen Daten und achtet genau darauf, wo Daten landen. Erklären Sie deshalb offen, wie die Befragung Daten verarbeitet.
Passende Fragen
- Wie gut lässt sich Ihre Arbeitslast in der aktuellen Phase bewältigen?
- Fühlen Sie sich bei Ihrer Weiterbildung von der Kanzlei unterstützt?
- Können Sie offen sagen, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden sind?
- Wie gut klappt die Umstellung auf neue Software und digitale Abläufe?
So könnte es aussehen
Ein erfundenes, aber typisches Beispiel.
Eine Steuerberatungskanzlei mit 28 Beschäftigten startet im Frühjahr mit monatlichen Check-ins. Während der Bilanzsaison sinkt der Wert zur Arbeitslast wie erwartet. Nach der Saison erholt sie sich im Team für Buchhaltung, im Team für Lohnverrechnung aber nicht.
Die Kommentare zeigen: Die Lohnverrechnung hat monatliche Spitzen und damit keine Nebensaison, und eine Kollegin ist seit Monaten nicht nachbesetzt. Die Partner priorisieren die Nachbesetzung und verteilen bis dahin einen Teil der Mandate um. Die Kanzlei stellt außerdem auf einen Check-in alle zwei Wochen um, um die Entwicklung genauer zu sehen.
So hilft heybeam
- Den Rhythmus der Mitarbeiterbefragung mit heybeam richten Sie nach der Saison: in der Hochsaison monatlich, damit niemand zusätzlich belastet wird, danach alle zwei Wochen. Umstellen können Sie jederzeit.
- Werte erscheinen ab 5 Antworten, kleinere Abteilungen zählen zur ganzen Kanzlei, und verborgene Werte lassen sich nicht zurückrechnen. So sind auch kleine Gruppen geschützt.
- Befragungsdaten liegen in der EU, Antworten werden getrennt von Namen und E-Mail-Adressen gespeichert. Sie bekommen einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO.
- Sinkt die Bleibeabsicht über mehrere Runden, sehen Sie es, bevor die Kündigung auf dem Tisch liegt. Mehr dazu unter Gute Leute halten.
- Mit dem 360°-Feedback erfahren Partner und Teamleitungen, wie ihre Führung ankommt. Es ist anonym ab 3 Antworten und kostet 99 € pro Person und Runde. Mehr unter 360°-Feedback.
Häufige Fragen
Ab welcher Kanzleigröße ist eine anonyme Befragung sinnvoll?
Ab etwa zehn Beschäftigten. Ergebnisse erscheinen erst ab 5 Antworten, damit niemand erkennbar ist. Bei kleineren Kanzleien ist ein persönliches Gespräch meist der bessere Weg.
Belastet eine Befragung in der Hochsaison nicht zusätzlich?
Nicht, wenn sie kurz ist. Drei Fragen in 30 Sekunden passen auch in eine volle Woche. Wer möchte, stellt den Rhythmus in der Saison auf monatlich.
Sehen die Partner, was einzelne Mitarbeitende geantwortet haben?
Nein. Niemand sieht einzelne Antworten, auch Admins nicht. Auswertungen gibt es nur für Gruppen ab 5 Antworten.