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Anwendungsfall · Branche

Mitarbeiterbefragung in Pflege und Gesundheitswesen

Schichtdienst, Personalmangel und kaum Zeit am PC: So funktioniert eine anonyme Mitarbeiterbefragung in Pflege und Gesundheitswesen per QR-Code in 30 Sekunden.

Langer, heller Flur mit Sonnenlicht und Schatten
Foto: chris wang / Unsplash

In Pflegeheimen, Krankenhäusern, Ordinationen und bei mobilen Diensten ist die Arbeit körperlich und emotional fordernd, und überall fehlt Personal. Wer bleibt, trägt mehr und merkt oft erst spät, dass es zu viel wird.

Klassische Mitarbeiterbefragungen passen schlecht in diesen Alltag. Viele Pflegekräfte haben keine Firmen-E-Mail, sitzen selten am Computer und haben für einen langen Fragebogen schlicht keine Zeit.

Typische Situationen

  • Der Personalmangel zeigt sich im Schichtplan: Dienste werden getauscht, Einspringen wird zur Regel, freie Tage sind nicht mehr sicher.
  • Schwierige Situationen mit Patientinnen, Bewohnern und Angehörigen belasten emotional und gehören zum Alltag. Zeit, das zu verarbeiten, bleibt kaum.
  • Bei mehreren Stationen oder Häusern unterscheidet sich die Stimmung stark zwischen den Bereichen. Die Leitung sieht davon wenig.
  • Viele arbeiten Teilzeit. Wer nur an manchen Tagen da ist, bekommt Informationen oft als Letzter.

Worauf es ankommt

Eine Befragung, die nur per E-Mail an die Firmenadresse kommt, erreicht in der Pflege viele Menschen nicht. Mit einem QR-Code im Pausenraum oder einem persönlichen Zugangscode können auch Pflegekräfte ohne Firmen-E-Mail teilnehmen.

Die Befragung muss in eine Pause passen. 30 Sekunden am Handy zwischen zwei Aufgaben sind realistisch, ein Fragebogen mit 40 Fragen ist es nicht.

Eine Station mit sechs Pflegekräften, von denen im Befragungszeitraum nur vier arbeiten, ist schnell zu klein für eine eigene Auswertung. Damit niemand erkennbar wird, sollten die Antworten dann zum ganzen Haus oder Bereich zählen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Evaluierung psychischer Belastungen (Österreich) oder Gefährdungsbeurteilung (Deutschland) folgt eigenen Regeln und Verfahren. Ein regelmäßiger Puls ersetzt sie nicht. Er zeigt aber zwischen den Terminen, wo es brennt.

Passende Fragen

  • Wie gut ließ sich die Arbeit in Ihren letzten Diensten bewältigen?
  • Konnten Sie in Ihren Diensten Pausen machen?
  • Wie gut unterstützen Sie sich im Team gegenseitig?
  • Fühlen Sie sich für Ihre Arbeit wertgeschätzt?

So könnte es aussehen

Ein erfundenes, aber typisches Beispiel.

Ein Pflegeheim mit drei Wohnbereichen hängt QR-Codes in die Pausenräume. Die Beteiligung ist von Anfang an gut, weil die Teilnahme ohne Anmeldung am eigenen Handy funktioniert.

Nach einigen Runden fällt ein Wohnbereich auf: Die Frage nach den Pausen fällt deutlich schlechter aus als in den anderen. In den Kommentaren, viele davon eingesprochen, zeigt sich der Grund. Im Spätdienst ist die Besetzung so knapp, dass Pausen regelmäßig ausfallen. Die Pflegedienstleitung stellt den Dienstplan im Spätdienst um und schafft eine geschützte Pausenzeit. Die Werte zu den Pausen steigen in den folgenden Runden.

So hilft heybeam

  • An der Mitarbeiterbefragung mit heybeam nehmen Pflegekräfte ohne Firmen-E-Mail teil, per QR-Code am Aushang im Pausenraum oder mit einem persönlichen Zugangscode. Dafür braucht niemand einen Account, ein Passwort oder eine App. Auf Wunsch kommt der Link auch an eine private E-Mail-Adresse.
  • Am Handy sind die 3 Fragen in 30 Sekunden beantwortet. Ein Kommentar ist optional und kann auch eingesprochen werden: Sprachkommentare werden in Text umgewandelt, das Audio wird sofort gelöscht.
  • Werte erscheinen erst ab 5 Antworten. Kleinere Stationen zählen zur nächsthöheren Ebene, und verborgene Werte lassen sich nicht zurückrechnen, damit auch auf kleinen Stationen niemand erkennbar ist.
  • Die Heatmap vergleicht Stationen und Häuser und zeigt, wo die Belastung deutlich über dem Schnitt liegt.
  • Beschlossene Maßnahmen, zum Beispiel ein fester Springerpool oder geschützte Pausen, sieht das ganze Team. Ihre Wirkung zeigt sich im Verlauf. Mehr unter Vom Feedback zur Maßnahme.

Häufige Fragen

Wie nehmen Pflegekräfte ohne Firmen-E-Mail teil?

Per QR-Code, der zum Beispiel im Pausenraum hängt, oder mit einem persönlichen Zugangscode. Beides funktioniert im Browser am eigenen Handy, eine App oder ein Account ist nicht nötig.

Ersetzt heybeam die Evaluierung psychischer Belastungen?

Nein. Die gesetzliche Evaluierung beziehungsweise Gefährdungsbeurteilung braucht eigene, validierte Verfahren. heybeam ergänzt sie mit einem laufenden Blick zwischen den Terminen.

Muss der Betriebsrat zustimmen?

In vielen Einrichtungen ja, oder er sollte zumindest früh eingebunden werden. Legen Sie gemeinsam fest, wie die Anonymität geschützt wird. Was in Österreich und Deutschland gilt, steht im Artikel Mitarbeiterbefragung und Betriebsrat.

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