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Anwendungsfall · Branche

Mitarbeiterbefragung in Produktion und Industrie

Schichtbetrieb, kein PC am Arbeitsplatz, oft keine Firmen-E-Mail: So klappt eine anonyme Mitarbeiterbefragung in der Produktion per QR-Code in 30 Sekunden.

Orangefarbene Industrieroboter in einer Fabrikhalle
Foto: Simon Kadula / Unsplash

In der Produktion arbeiten Menschen im Schichtbetrieb an Maschinen, oft ohne eigenen Computer oder Firmen-E-Mail. Informationen laufen über die Schichtleitung, den Aushang oder die Übergabe. Wie es den Leuten an der Linie geht, erfährt die Werksleitung oft erst, wenn die Krankenstände steigen oder erfahrene Kräfte kündigen.

Eine Mitarbeiterbefragung muss dort deshalb vor allem so einfach sein, dass sie in eine Pause passt.

Typische Situationen

  • Im Schichtbetrieb rund um die Uhr sehen sich Früh-, Spät- und Nachtschicht selten. Wie die Stimmung in der Nachtschicht ist, bekommt kaum jemand mit.
  • Die Übergabe wird zum Engpass. Was in der einen Schicht schiefgeht, landet bei der nächsten, und der Ärger darüber bleibt oft zwischen den Schichten hängen.
  • Bei Arbeitsmitteln und Sicherheit hakt es: Werkzeug fehlt, eine Maschine macht Probleme, Sicherheitsbedenken werden nicht ernst genommen.
  • Von oben kommt Druck über Stückzahlen, Termine und Kostenziele. Meister und Schichtleitungen stehen dazwischen und müssen zwischen beiden Seiten vermitteln.

Worauf es ankommt

Viele Beschäftigte haben keinen PC und keine Firmen-E-Mail. Hängen Sie einen QR-Code in den Pausenraum, an die Stempeluhr oder ans Schwarze Brett. Wer nicht scannen möchte, nimmt einen persönlichen Zugangscode. So erreichen Sie auch die Menschen, die nie am Computer sitzen.

Lassen Sie die Befragung so lange offen, dass jede Schicht teilnehmen kann. Getrennt nach Schichten auswerten sollten Sie nur, wenn jede Gruppe groß genug ist.

An der Linie funktionieren kurze, klare Fragen ohne Fachbegriffe am besten. Wer lieber spricht als tippt, kann einen Kommentar einsprechen.

In vielen Industriebetrieben ist der Betriebsrat stark vertreten. Binden Sie ihn früh ein und legen Sie gemeinsam fest, wie die Anonymität geschützt wird, damit beide Seiten der Befragung vertrauen. Mehr dazu im Artikel Mitarbeiterbefragung und Betriebsrat. Eine Pulsbefragung ersetzt die gesetzliche Evaluierung psychischer Belastungen beziehungsweise Gefährdungsbeurteilung nicht.

Passende Fragen

  • Wie gut hat die Übergabe zwischen den Schichten zuletzt geklappt?
  • Haben Sie die Arbeitsmittel, die Sie für Ihre Arbeit brauchen?
  • Fühlen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz sicher?
  • Werden Ihre Hinweise von Ihrer Schichtleitung ernst genommen?

So könnte es aussehen

Ein erfundenes, aber typisches Beispiel.

Ein Produktionsbetrieb mit 180 Beschäftigten im Dreischichtbetrieb hängt QR-Codes an der Stempeluhr und im Pausenraum auf. Der Betriebsrat hat die Anonymitätsregeln vorher mit festgelegt und kündigt die Befragung gemeinsam mit der Werksleitung an.

Nach einigen Runden zeigt sich: Die Frage zur Übergabe zwischen den Schichten fällt in der Nachtschicht deutlich schlechter aus. In den Kommentaren geht es um fehlende Informationen bei Störungen. Die Schichtleitungen führen ein kurzes, einheitliches Übergabeprotokoll ein. In den folgenden Runden verbessert sich der Wert in allen Schichten.

So hilft heybeam

  • Teilnehmen geht auch ohne Firmen-E-Mail: per QR-Code am Aushang oder mit persönlichem Zugangscode, im Browser am eigenen Handy. Es braucht weder App noch Account.
  • Ein Check-in mit heybeam hat 3 Fragen und dauert 30 Sekunden, passt also in eine Pause. Ein Kommentar ist optional. Sprachkommentare werden in Text umgewandelt, das Audio wird sofort gelöscht.
  • Damit auch in kleinen Gruppen niemand erkennbar ist, gibt es Werte erst ab 5 Antworten, und kleinere Gruppen zählen zur nächsthöheren Ebene. Der KI-Schreibstil-Schutz formuliert Kommentare neutral und entfernt Namen.
  • Die Werksleitung sieht in der Heatmap Bereiche und Themen im Vergleich zum Schnitt. Meister und Schichtleitungen sehen ihren eigenen Bereich.
  • Maßnahmen wie ein neues Übergabeprotokoll sind an der Linie für alle sichtbar, und im Verlauf sehen Sie, ob sie wirken. Mehr unter Vom Feedback zur Maßnahme.

Häufige Fragen

Wie nehmen Beschäftigte ohne Computer teil?

Mit dem eigenen Handy über einen QR-Code, der zum Beispiel im Pausenraum hängt, oder mit einem persönlichen Zugangscode. Der Check-in läuft im Browser.

Wie verhindern wir, dass jemand mehrfach teilnimmt?

Jeder persönliche Zugangscode gilt einmal pro Runde. So zählt jede Stimme genau einmal, ohne dass jemand erkennbar wird.

Ersetzt heybeam die Evaluierung psychischer Belastungen?

Nein. Die gesetzliche Evaluierung beziehungsweise Gefährdungsbeurteilung braucht eigene Verfahren. heybeam zeigt zwischen den Terminen laufend, wo die Belastung steigt.

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