
Von oben fühlt sich Wachstum gut an: Es kommen Kundinnen, Projekte und Stellen dazu. Im Team sieht es oft anders aus. Plötzlich ist die Hälfte der Kolleginnen und Kollegen neu. Abläufe, die mit zehn Leuten funktioniert haben, knirschen mit dreißig, und die ersten Teamleitungen führen zum ersten Mal.
Was früher beim Mittagessen auffiel, geht jetzt unter. Wer nicht aktiv nachfragt, erfährt oft erst im Austrittsgespräch, dass es in einem Team schon lange nicht mehr rund lief.
Typische Situationen
- Die Einarbeitung hält nicht Schritt: Neue Leute starten schneller, als erfahrene Kolleginnen sie einarbeiten können. Beide Seiten sind überlastet, sagen es aber selten.
- Aus einem Team werden drei, und wer gestern noch Kollege war, ist heute Teamleitung. Die Rollen verschieben sich, und nicht alle sind mit der neuen Aufteilung glücklich. Wie neue Teamleitungen ehrliche Rückmeldung bekommen, zeigt eine eigene Seite.
- Die Kultur verwässert. Werte, die in der Gründungsphase selbstverständlich waren, kennen neue Leute nur noch vom Onboarding-Dokument.
- Die Arbeitslast wächst schneller als das Team. Die neuen Stellen sind genehmigt, aber noch nicht besetzt, und bis dahin tragen die Bestehenden die Last.
Worauf es ankommt
Fragen Sie früh und regelmäßig. In Wachstumsphasen verändert sich die Lage alle paar Wochen, und eine Befragung einmal im Jahr zeigt dann nur noch, wie es war. Kurze Check-ins alle zwei Wochen zeigen, wie es gerade ist.
Jede neue Teamleitung sollte nur die Ergebnisse ihres eigenen Bereichs sehen. Wenn sich das Organigramm ändert, müssen die Rechte mitziehen, sonst sehen Führungskräfte zu viel oder zu wenig.
Ein frisch gegründetes Team mit drei Personen ist zu klein für eigene Auswertungen. Seine Antworten sollten in die nächsthöhere Ebene einfließen, bis es groß genug ist. Sonst ist die Anonymität weg, und die ehrlichen Antworten gleich mit.
Behalten Sie die Neuen im Blick, denn die ersten Monate entscheiden, ob jemand bleibt. Achten Sie auf Themen wie Klarheit der Aufgaben und Unterstützung durch das Team.
Passende Fragen
- Wie gut lässt sich Ihre Arbeitslast in dieser Woche bewältigen?
- Wissen Sie, welche Aufgaben gerade Vorrang haben?
- Bekommen Sie von anderen Teams die Informationen, die Sie brauchen?
- Wie leicht fällt es Ihnen, im Team um Hilfe zu bitten?
Weitere Beispiele finden Sie in 30 Fragen für die Mitarbeiterbefragung.
So könnte es aussehen
Ein erfundenes, aber typisches Beispiel.
Ein Softwareunternehmen wächst innerhalb eines Jahres von 40 auf 90 Beschäftigte. Aus zwei Entwicklungsteams werden fünf, drei davon mit neuen Teamleitungen. Die Geschäftsführung startet einen Check-in alle zwei Wochen.
Nach der dritten Runde fällt ein Team auf: Der Wert zur Arbeitslast liegt deutlich unter dem Firmenschnitt, und mehrere Kommentare drehen sich um dasselbe Thema: Die Neuen werden kaum eingearbeitet, weil die Erfahrenen selbst voll ausgelastet sind. Die Teamleitung vereinbart mit ihrem Team zwei feste Stunden pro Woche nur für Einarbeitung und legt das als Maßnahme an. Drei Runden später hat sich der Wert erholt, und in den Kommentaren taucht das Thema nicht mehr auf.
So hilft heybeam
- In heybeam legen Sie Teams und Abteilungen an oder importieren sie per CSV, und die Rechte richten sich nach diesem Organigramm: Jede Führungskraft sieht ihren Bereich, die Geschäftsführung das Ganze. Kommt ein Team dazu, passen Sie das Organigramm an, und die Rechte folgen automatisch.
- Pro Team sehen Sie im Verlauf, ob die Arbeitslast über mehrere Runden steigt. Die Heatmap zeigt, wo sie deutlich höher ist als im Firmenschnitt.
- Auch kleine Teams bleiben anonym: Werte erscheinen erst ab 5 Antworten, kleinere Teams zählen automatisch zur nächsthöheren Ebene.
- Die KI fasst anonyme Kommentare zusammen und schlägt nächste Schritte vor. Aus dem Vorschlag wird mit einem Klick eine Maßnahme, die das ganze Team sieht. Mehr dazu unter Vom Feedback zur Maßnahme.
Häufige Fragen
Ab welcher Größe lohnt sich eine regelmäßige Befragung?
Sobald Sie mehr als ein Team haben und nicht mehr jeden Tag mit allen sprechen. Neue Teams nehmen Sie dazu, sobald sie entstehen.
Was passiert, wenn wir das Organigramm ständig umbauen?
Das ist in Wachstumsphasen normal. Sie ändern Teams und Zuordnungen, und die Rechte passen sich an. Frühere Ergebnisse bleiben erhalten, sodass Sie den Verlauf trotzdem sehen.
Sehen neue Teamleitungen die Ergebnisse ihres Teams sofort?
Ja, sobald sie im Organigramm als Leitung hinterlegt sind und ihr Team mindestens 5 Antworten hat. Vorher zählen die Antworten zur nächsthöheren Ebene.