
Die erste Führungsrolle ist für viele ein Sprung ins kalte Wasser. Gestern noch Fachexpertin, heute verantwortlich für ein Team. Was dann fast immer fehlt, ist ehrliche Rückmeldung, denn je höher jemand steht, desto vorsichtiger formulieren die anderen.
Wer neuen Führungskräften früh und ehrlich zeigt, wie sie ankommen, erspart ihnen und ihrem Team viele Umwege.
Typische Situationen
- Wer aus dem eigenen Team aufsteigt, wird vom Kollegen zur Chefin und muss die alte Rolle loslassen. Nicht alle im Team finden das leicht.
- Eine Führungskraft kommt neu aus einem anderen Unternehmen und kennt weder das Team noch die ungeschriebenen Regeln.
- Aus einem kleinen Team wird ein größerer Bereich mit neuen Führungskräften darunter. Das ist mehr Verantwortung als gedacht.
- Das Team hat gerade einen Wechsel hinter sich. Ob die vorherige Leitung beliebt war oder nicht, prägt, wie die neue ankommt.
Worauf es ankommt
In den ersten Monaten entsteht der Eindruck, der lange bleibt. Ein regelmäßiger Team-Puls zeigt einer neuen Führungskraft laufend, wie sich die Stimmung in dieser Zeit entwickelt. Wie Sie ehrliches Feedback aus dem eigenen Team im Alltag nutzen, zeigt die Seite für Teamleitungen.
Die Ergebnisse gehören zuerst der Führungskraft selbst. Werden sie als Bewertung durch die Vorgesetzten gelesen, fallen die Antworten geschönt aus.
Das Team sieht anderes als die Kolleginnen auf gleicher Ebene, und beide sehen anderes als die eigene Vorgesetzte. Ein 360°-Feedback stellt diese Sichten neben die Selbsteinschätzung.
Ein Bericht allein verändert wenig. Es braucht konkrete nächste Schritte und jemanden, mit dem man sie besprechen kann.
Passende Fragen
- Bekommen Sie von Ihrer Führungskraft die Unterstützung, die Sie brauchen?
- Können Sie offen sagen, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden sind?
- Bekommen Sie regelmäßig Rückmeldung zu Ihrer Arbeit?
- Was sollte Ihre Führungskraft beibehalten, was ändern? (offen)
So könnte es aussehen
Ein erfundenes, aber typisches Beispiel.
Ein langjähriger Mitarbeiter übernimmt die Leitung seines eigenen Teams. Im Team-Puls sieht er, dass die Werte zur Unterstützung durch die Führungskraft in den ersten Wochen sinken, obwohl er sich viel Mühe gibt.
Die Kommentare sind deutlich: Er gibt kaum Aufgaben ab, erledigt vieles weiter selbst und ist dadurch selten ansprechbar. Nach sechs Monaten macht er ein 360°-Feedback. Der Bericht bestätigt das Bild und zeigt eine unterschätzte Stärke: Das Team vertraut ihm sehr. Er plant feste Sprechzeiten für das Team ein und gibt zwei Aufgaben ab. Im Team-Puls steigen die Werte in den folgenden Runden wieder.
So hilft heybeam
- Im Team-Puls von heybeam sieht die neue Führungskraft den Verlauf ihres Teams ab 5 Antworten, auch mit den Werten aus der Zeit vor ihrem Start.
- Sie kann auf anonyme Kommentare antworten, ohne zu wissen, wer sie geschrieben hat. So merkt das Team schnell, dass Rückmeldungen ankommen.
- Im 360°-Feedback sieht die Person ihr Selbstbild und das Fremdbild von Team, Kolleginnen und Vorgesetzten, anonym ab 3 Antworten und mit KI-Entwicklungsplan. Der Bericht gehört ihr selbst. Es kostet 99 € pro Person und Runde. Mehr dazu unter 360°-Feedback.
- Was die neue Führungskraft aus dem Feedback macht, sieht das Team auf dem Maßnahmen-Board.
Häufige Fragen
Sieht die Vorgesetzte den 360°-Bericht der neuen Führungskraft?
Nur, wenn die Person zustimmt. Der Bericht gehört der Person, die Feedback bekommt. Sie entscheidet, ob sie ihn mit Vorgesetzten, HR oder einem Coach teilt.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein 360°-Feedback?
Nach etwa sechs Monaten in der neuen Rolle. Dann gibt es genug gemeinsame Erfahrung, und es ist noch früh genug, um nachzujustieren.
Was, wenn das Team zu klein für eigene Auswertungen ist?
Bei weniger als 5 Antworten zählen die Antworten zur nächsthöheren Ebene. Im 360°-Feedback gilt eine Grenze von 3 Antworten pro Gruppe.